KIRSCHFRUCHTFLIEGE

combi-protec® Köderkonzentrat

Zusatzstoff nach §42 Pflanzenschutzgesetz zur Herstellung von Köder- Insektizidmischungen

Zugelassen für die Anwendung im biologischen Landbau.

combi-protec ist mit zugelassenen Pflanzenschutzmitteln als Tankmischung einsetzbar. Die von der Zulassungsbehörde festgesetzten Anwendungsgebiete (Kultur, Schadorganismus, Verwendungszweck), Kennzeichnungsauflagen und Anwendungsbestimmungen für den jeweiligen Pflanzenschutz- Mischungspartner, insbesondere hinsichtlich des Bienenschutzes, sind auch in der Tankmischung mit combi-protec einzuhalten.

Köderverfahren gegen die Kirschfruchtfliege

Kirschfruchtfliege auf Kirsche

Obstbau – Die Kirschfruchtfliege

combi-protec in Tankmischung mit dem Insektizid Mospilan® gegen die Kirschfruchtfliege

Von der Zulassungsbehörde genehmigte Tankmischungen (LZ 007570-00):

  Kultur Indikation
In 20l Köderflüssigkeit:
(Aufwand pro Hektar)
Maximale Anzahl der Anwendungen/ Wartezeit
Mospilan®SG
Süßkirsche Kirschfruchtfliege
25 g (0,125 %)
1,0 l combi-protec
2 / 7 Tage
Mospilan®SG
Sauerkirsche Kirschfruchtfliege
25 g (0,125 %)
1,0 l combi-protec
2/ 7 Tage

combi-protec Versuchsergebnisse* 2014 (Süßkirsche)

Versuchsergebnisse Kirschfruchtfliegenbekämpfung

Die Kombination von zwei Mospilan-Sprühbehandlungen (0,125kg/hamKh) und zweimaliger Köderbehandlung mit combi-protec 1,0l + Mospilan  25 g/ha (2x) erzielte ein sehr gutes Ergebnis in den Versuchen gegen die Kirschfruchtfliege. Der Befall konnte von 22,7% in Unbehandelt auf 2,5% in der Versuchsvariante gesenkt werden (Wirkungsgrad von 89,1%).  Die Ernte erfolgte 9 Tage nach der letzten Mospilan und 12 Tage nach der letzten Köderbehandlung. 
Perfekthion (Wirkstoff Dimethoat),  30 Tage vor der Ernte eingesetzt konnte die Wirkung der obigen Behandlung nicht wesentlich steigern und zeigt mit 1,4% Vermadung statistisch gesehen keinen Unterschied .
Unter folgendem Link können Sie eine Zusammenfassung der Kirschfrchtfliegen und Kirschessigfliegenbekämpfung herunter laden. combi-protec KEF KIFU Bekämpfung 06.2016

Der Abstand zwischen den Behandlungen sollte nach jetzigem Erfahrungsstand nicht länger als 8- 10 Tage sein!

Anwendungszeitpunkt:

Nach Flugbeginn, vor beginnender Eiablage. Erste Behandlung bei Umfärbung der Kirschen nach Gelb. Zweite Behandlung bei Farbumschlag auf Rot. Die Behandlung ist nachh 8 Tagen zu wiederholen. Nach dieser Zeit ist aus neu geschlüpften oder eingeflogenen Fruchtfliegen erneut mit Eiablagen zu rechnen. Auch im Sinne der Kirschessigfliegenvorbeugung sind kürzere Spritzabstände empfehlenswert. Neben der Köderbehandlung ist in Kirschen eine Sprühbehandllung mit Mospilan für eine Larvizide Wirkung empfehlenswert und mit einer combi-protec Behandlung zu kombinieren.
 

Anwendungstechnik:

Die Applikation mittels Injektordüsen (z. B. IDK 120-01) hat sich beim Einsatz der Köder- Insektizidmischung gegen die Kirschfrucht- und Kirschessigfliege bewährt und als geeigneter im Vergleich zur Vollstrahlanwendung mit Handgeführten Geräten gezeigt. Vollstrahlanwendungen mit Ausbringgeschwindigkeiten über 10 km/h zeigen ein ähnliches Tropfenspektrum und sind daher ebenso geeignet. Siehe TECHNIK
 
Im Falle von Starkregen innerhalb 24 Stunden nach einer Köderapplikation (über 10mm Niederschlag) wird eine Wiederholungsbehandlung angeraten.
Lesen Sie hierzu unseren aktuellen Info- Flyer:
Download: Flyer Kirschfruchtfliege-Kirschessigfliege

Kirschessigfliege – 2014…

Kirschessigfliegenbefall

Kirschessigfliegenbefall an Regina

nach den ersten Befallsmeldungen in den Frühsorten herrschte trügerische Ruhe im Hauptsortiment. Die für die Kirschessigfliege ungünstigen Witterungs- bedingungen um Pfingsten mit extremer Trockenheit und bis zu 35°C Höchsttemperatur führten zu einer Ruhepause. Unbehandelte wie behandelte Anlagen blieben in dieser Zeit befallsfrei. Erst nach den Niederschlägen Ende Juni kam es innerhalb 7 Tagen- trotz konsequenter Bekämpfung der Kirschfruchtfliege mit Mospilan SG- zum Zusammenbruch ganzer Kirschanlagen durch Kirschessigfliegenbefall! Die Kirschessigfliege überlebt somit auch unter ungünstigen Bedingungen im Freiland für längere Zeit! In der Praxis zeigten die zu diesem Zeitpunkt rechtzeitig mit Spintor oder mit combi-protec+ Mospilan SG behandelten Anlagen keinen Befall. In den Versuchen zur Kirschfruchtfliegenbekämpfung war noch kein Befall festzustellen, so dass hierzu nur Praxiserfahrungen vorliegen. Die Ergebnisse der Köderkombinationen mit Calypso SC zeigen die Wirksamkeit dieser Insektizidgruppe als Fraßgift auf die Kirschessigfliegen. Mospilan wirkt nach Untersuchungen des JKI vergleichbar wie Mospilan in der Kombination mit combi-protec.

Kirschessigfliege beim Versuch der Eiablage

Kirschessigfliege bei der Arbeit- Bereits ab umfärben der Früchte auf Pink sind die Früchte anfällig.


* Die Versuche wurden durch Uwe Dederichs (Hersteller von combi-protec) in seiner früheren Funktion als Berater am Landratsamt Breisgau- Hochschwarzwald durchgeführt.