Author Archives: dederichs

combi-protec listed as adjuvant in the United Kingdom

combi-protec ® Insecticide Bait Sticker

A soluble concentrate formulation containing 1160 g/l plant extract and 140 g/l sugars (monosaccharides and polysaccharides)

Listed as Sticking and Wetting Agent in the UK since 25.01.2019 (ADJ No. 0871)

combi-protec is authorised for use with Tracer®, Conserve®, Gazelle®, Gazelle® SG, Aceta® 20SG, Acetamex® 20 SP, Agrovista Reggae®, Calypso®, Verimark® 20SC, Madex® Top, on all edible crops provided that the statutory conditions of use for the pesticide are followed and that the pesticide is not used at more than 50% of the maximum approved rate for that application.

combi-protec is also authorised for use with the above mentioned insecticides on all non-edible crops provided that the statutory conditions of use for the pesticide are followed. Do not use in mixes with other insecticides, fungicides, adjuvants, foliar fertilizers, or if conditions are not recommended for the partner insecticide. Apply spray mixture within 24 hours.

Mixing

Premix combi-protec with warm water before adding to the spray- tank. Always fill first water to the premix bucket, before adding combi-protec. Stir immediately.

Rates of use

combi-protec is used at a rate of maximum 5,0 % of the final spray. For the maximum number of treatments, latest time of application, follow the statutory conditions of use of the plant protection product.Combi-protec can be used with approved plant protection products as a tank mixture. The areas of application established by the licensing authority (culture, harmful organism, purpose), labelling requirements and application provisions for the respective plant protection mixing partner, in particular with regard to bee protection, are Also in the tank mix with combi-protec.

Spray Volume

20 l/ha 20 l/ha 40 l/ha
Amount of mixing Partner Insecticide combi-protec
Tracer®, Conserve® 5 ml/ 20 ml 1,0 l 2,0 l
Gazelle®, Gazelle® SG, Aceta® 20SG, Acetamex® 20 SP 25 g 1,0 l 2,0 l
Agrovista Reggae®, Calypso® 25 ml 1,0 l 2,0 l
Verimark® 20SC 15 ml 1,0 l 2,0 l

 

What’s combi-protec?

  • Is an adjuvant for insecticide baits for various insects in fruit and viticulture.
  • Combi-protec contains natural plant proteins with a high proportion of amino acids, polypeptides, minerals and vitamins.
  • Is insecticide-free and is applied in tank mixture with suitable insecticides
  • Can be used with a small amount of water on a part of the culture.
  • Reduces insecticide residues to a minimum

How does combi-protec work?

Combi-protec bait concentrate improves the active ingredient uptake of insecticides in the fight against fruit flies and vinegar flies. Combi-protec works exclusively in combination with an insecticide.

In principle, active ingredients such as:

  • Acetamiprid (Mospilan ® SG)
  • Thiacloprid (Calypso ®)
  • Spinosad (Tracer ®)
  • Cyantraniliprol (Verimark/Exirel ®)

The uptake of combi-protec is mainly done by feeding and leads to an increased effect of the insecticide on the flies. An egg laying of fruit and vinegar flies is already prevented shortly after the intake. In combination, the duration of action of the insecticides is extended to about 5-10 days. So that new spotted wing drosophila flying into the stock do not come to the egg laying, a quick effect of the spray surface on the insects is important. Here, the benefits lie in a mixture of the insecticide with a bait like combi-protec. Even with the same concentration of applications and a fraction of the usually spent amount of insecticide, a much faster killing effect can be detected. Just six hours after the flies were exposed to the mixture of spintor 4 ml and combi-protec 1 l used as bait, almost 90% of the flies were killed off.

Combi-protec the application

Combi-protec is recommended as a tank mix with various insecticides. 1.0 liters of combi-protec is dissolved in 20 litres of water. This is the proven amount of water for one hectare. In very dense berry stocks, the application of 40 litres of brewing amount is also recommended. Warm water accelerates the mixing process. In this feeding, the approved insecticide is added in compliance with the medium-specific conditions. The amount of funds required corresponds to a two to five-fold concentrated spray broth, similar to the fine spray technique. The application of the bait insecticide mixture is preferably done by means of a suitable spray or Inject nozzle, which produces medium-sized droplets. An even distribution or wetting of the plant is not necessary, but in particular supports the effect in the fight against cherry vinegar flies. However, air support applications allow for an even distribution in the tree are not strictly necessary. The spray broth should be applied within 24 hours. An addition of fungicides or leaf fertilizers in bait treatment is discouraged.

  männliche Kirschessigfliege an Saftaustritt mit Larve

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Uwe Dederichs

Neue Informationsflyer

Die neuen Informationsflyer 2018 stehen zum Download bereit

Informationsmaterial zur Ansicht:

PDF Download:

Flyer Weinbau combi-protec

Flyer Obstbau combi-protec

Flyer Kirschfrucht und Kirschessigfliege

Flyer Walnussfruchtfliege

 

 

Auf der Lauer….. erste Eiablagen im Spätburgunder.

Die Niederschläge der vergangenen Tage mit den nun gemäßigten Temperaturen sind ideal für die Ausbreitung der KEF in den Anlagen. Die hohe Luftfeuchte steigert die Eiproduktion und die Eiablagebereitschaft der Essigfliegen.

Aus den besonders in Randlagen und an durch Mäusefrass geschädigten Trauben aufgetretenen Erstbefall, schlüpft bereits die nächste Generation der Kirschessigfliege. Aus Württemberg und dem privaten  Eimonitoring sind nun auch erste Eiablagen auf Spätburgunder und unverletzten Trauben gemeldet worden. Wie sich der Reifeverlauf in den nächsten Wochen entwickelt ist noch nicht vorhersehbar und so bleiben noch mehrere Wochen bis die letzten Sorten gelesen werden.

Seien Sie wachsam und kontrollieren regelmäßig ihre Anlagen. Auch wenn es im Notfall immer noch eine vorzeitige Lese geben kann, ist diese immer mit finanziellen Einbußen verbunden.  Allein die Handlese mit ausputzen von Befallsnestern übersteigt die Aufwendungen für vorbeugende Pflanzenschutzmaßnahmen um ein vielfaches.  Auf die weinbaulichen Auswirkungen unter dem Stichwort “flüchtige Säure” wird Ihnen ihr Kellermeister Auskunft geben.

Bekämpfung

Starten Sie rechtzeitig die Maßnahmen zur Regulierung der Kirschessigfliege. Wie die Eiablagen in den verletzten Beeren zeigen, sind bereits eine Vielzahl an Kirschessigfliegen in den Anlagen. Diese warten nur auf die richtige Witterung und den richtigen Reifezustand der Beerenhaut, bis eine Eiablage möglich ist. Verpasst man den ersten Bekämpfungstermin um wenige Tage, so gehen bereits viele Einzelbeeren in Gärung über. Die dafür relevanten Hefen werden mit der Eiablage durch die Kirschessigliege in die Beeren  übertragen.  Diese essigstichigen Beeren locken wiederum die Essigfliegen aus der Umgebung an und erschweren enorm die weitere Bekämpfung.

Vorbeugende Behandlungen machen natürlich Sinn, wenn der Schaderreger sich wie jetzt bei der KEF in den Anlagen befindet und nur darauf wartet loszulegen. Eine kurative, heilende Wirkung ist nach Eiablage mit keinem Produkt möglich!

In Befallslagen empfehlen wir daher rechtzeitig mit den Behandlungen zu beginnen.

Im Kombinationsverfahren können 5 Behandlungen durchgeführt werden:

5 ml Spintor® + 1 l combi-protec gegen Drosophila Arten (2x) und gegen Ohrwurm (2x)

25 g Mospilan®SG + 1 l combi-protec gegen Drosophila Arten (1x)

Für eine möglichst effektive Bekämpfung wird ein Behandlungsintervall von 6 Tagen empfohlen.

Die dieses Jahr sehr stark auftretende heimische Essigfliege (Drosophila melanogaster), wird bei diesen Maßnahmen natürlich mitbekämpft.

Kann ich die Wartezeit mit combi-protec verkürzen?

Die Wartezeit ist eine im Zulassungsverfahren für den Worst-Case Fall bestimmte Dauer zwischen Anwendung und Ernte um z. B. die vorgegebenen Rückstandshöchstmengen einzuhalten. Die Wartezeit garantiert die Einhaltung der Rückstandshöchstmengen. Wird die Wartezeit unterschritten und früher geerntet, liegt dies im Verantwortungsbereich des Landwirts. Es handelt sich hierbei um eine nicht mit einem Bußgeld bewehrte Anwendungsvorschrift. Im Falle einer Überschreitung der Rückstandshöchstmenge, liegt ein Verstoß nach dem Lebensmittelrecht vor.

In den in den letzten Jahren untersuchten Fruchtproben, welche direkt nach Anwendung des Kombinationsverfahrens gezogen wurden, konten zwischen ~ 0,5- 5 % der Rückstandshöchstmengen analysiert werden. Eine gleichmäßige Verteilung der combi-protec- Insektizid Tröpfchen über die Kultur muss dabei gewährleistet sein. Ist dies nicht der Fall, kann es an diesen Stellen zu einer höheren Auslastung der Rückstandshöchstmenge kommen. Wir empfehlen hierzu eigene Rückstandsuntersuchungen, für den Fall einer eigenverantwortlichen Verkürzung der Wartezeit.

Was wurde aus einer ungepflegten Regent Anlage ohne Bekämpfungsmaßnahmen?

Eine Notlese ist in dieser Anlage nicht mehr möglich! Das Bild zeigt die beprobte Anlage am 30. August. 0 Eiablagen am 28. August?  Regent Anlagen in der Nähe, bei denen die empfohlenen Laubarbeiten und Pflegemaßnahmen durchegführt wurden, sowie auch gegen die KEF behandelt wurde, zeigen sich im besten Gesundheitszustand!

Quelle: http://www.vitimeteo.de/monitoring/kefeifunde.shtml

Sehen Sie auch unter www.vitimeteo.de die aktuellen Ergebnisse des WBI  Monitorings.

 

 

 

 

Behandlungen vor Regen!

Sowohl bei den Köder- als auch den Sprühbehandlungen ist nach Niederschlägen mit einer reduzierten Wirksamkeit zu rechnen. Bereits Regenmengen von 10- 15 l/m²  sind dazu ausreichend um die Spritzbeläge bzw. Ködertropfchen abzuwaschen. Dies wurde auch für die gerade als “Regenfest” beworbenen Produkte in amerikanischen Studien belegt (http://msue.anr.msu.edu/news/rainfast_characteristics_of_insecticides_on_fruit). In den USA werden in der Kirschessigfliegenbekämpfung, für alle Produktgruppen, Wiederholungsbehandlungen nach 12,5 l Niederschlag empfohlen!

Entgegen der allgemeinen Empfehlung, werden die Behandlungen vor Niederschlägen (24- 48 Stunden vorher) von uns als sehr wichtig eingestuft und empfohlen!

Die Niederschläge führen zu idealen Eiablagebedingungen und zu einer höheren Eiproduktion bei der Kirschessigfliege. Somit bekommen die Bekämpfungsmaßnahmen ein bis zwei Tage vor Niederschlagsereignissen eine erhöhte Bedeutung! Bereits geringe Populationen sind unter diesen Bedingungen in der Lage  Schäden zu verursachen. Wird erst nach den Niederschlägen behandelt, so entwickeln sich die Maden weiter da kein kurativ wirksames Mittel zur Verfügung steht und der Befall schaukelt sich auf.
Die Abstände zwischen den Behandlungen müssen dadurch nur im Falle von sehr starkem Zuflug reduziert werden.

 

 

Erste Eiablagen der Kirschessigfliege in den frühen Traubensorten

Zwei Eiablagestellen-mit und ohne Saftaustritt

Zwei Eiablagestellen – mit und ohne Saftaustritt

Durch die derzeit idealen Witterungsbedingungen konnte sich die Kirschessigfliege (KEF) in die Rebbestände ausbreiten. Erste Eiablagen gibt es bereits an den frühen Sorten wie Acolon oder Regent. An verletzten Früchten, z. B. durch Mäuse oder Schneckenfrass, werden Eier durch die heimische Essigfliege und auch durch die KEF abgelegt. In der Nähe solcher Befallsstellen ist auch schon deutlicher Beflug durch Essigfliegen feststellbar. Kontrollieren Sie dort auf Eiablagen an unverletzten, reifen Einzelbeeren!

Aktuell konnten an solchen Befallstellen bis zu 14 Eier auf 100 Beeren (Acolon) festgestellt werden. Mit fortschreitender Reifeentwicklung und der wechselhaften Witterung wird sich der Druck noch erhöhen.

Sehen Sie auch unter www.vitimeteo.de die aktuellen Ergebnisse des WBI  Monitorings.

Unsere Empfehlung: Kontrollieren Sie unbedingt Ihre anfälligen Anlagen! Besonders gefährdet sind hierbei Anlagen in Wald- und Böschungsnähe. Kontrollieren Sie an mehreren Stellen der Anlage, der Befall kann sehr unterschiedlich und lokal sein. Auch bekannt feuchtere Anlagen sind eher gefährdet. Wichtig: beobachten Sie den Flug der Kirschessigfliege in den Morgenstunden bis 10 Uhr. Hier zeigt die Fliege die größte Aktivität.

Bekämpfung

Starten Sie rechtzeitig die Maßnahmen zur Regulierung der Kirschessigfliege. Wie die Eiablagen in den verletzten Beeren zeigen, sind bereits eine Vielzahl an Kirschessigfliegen in den Anlagen. Diese warten nur auf die richtige Witterung und den richtigen Reifezustand der Beerenhaut, bis eine Eiablage möglich ist. Verpasst man den ersten Bekämpfungstermin um wenige Tage, so gehen bereits viele Einzelbeeren in Gärung über. Die dafür relevanten Hefen werden mit der Eiablage durch die Kirschessigliege in die Beeren  übertragen.  Diese essigstichigen Beeren locken wiederum die Essigfliegen aus der Umgebung an und erschweren enorm die weitere Bekämpfung.

Eine frühzeitige Bekämpfung, mit noch geringen Populationsdichten, wird wie bei anderen Schaderregern auch, den größten und nachhaltigsten Bekämpfungserfolg erzielen. In Befallslagen empfehlen wir daher rechtzeitig mit den Behandlungen zu beginnen.

Im Kombinationsverfahren können 5 Behandlungen durchgeführt werden:

5 ml Spintor® + 1 l combi-protec gegen Drosophila Arten (2x) und gegen Ohrwurm (2x)

25 g Mospilan®SG + 1 l combi-protec gegen Drosophila Arten (1x)

Für eine möglichst effektive Bekämpfung wird ein Behandlungsintervall von 6 Tagen empfohlen.

Lesen Sie hierzu auch unseren aktuellen Flyer mit Infos zur Ausbringtechnik.

Flyer combi-protec Weinbau 2017 (PDF)

Behandlungen vor Regen!

Sowohl bei den Köder- als auch den Sprühbehandlungen ist nach Niederschlägen mit einer reduzierten Wirksamkeit zu rechnen. Bereits Regenmengen von 10- 15 l/m²  sind dazu ausreichend um die Spritzbeläge bzw. Ködertropfchen abzuwaschen. Dies wurde auch für die gerade als “Regenfest” beworbenen Produkte in amerikanischen Studien belegt (http://msue.anr.msu.edu/news/rainfast_characteristics_of_insecticides_on_fruit). In den USA werden in der Kirschessigfliegenbekämpfung, für alle Produktgruppen, Wiederholungsbehandlungen nach 12,5 l Niederschlag empfohlen!

Entgegen der allgemeinen Empfehlung, werden die Behandlungen vor Niederschlägen (24- 48 Stunden vorher) von uns als sehr wichtig eingestuft und empfohlen!

Die Niederschläge führen zu idealen Eiablagebedingungen und zu einer höheren Eiproduktion bei der Kirschessigfliege. Somit bekommen die Bekämpfungsmaßnahmen ein bis zwei Tage vor Niederschlagsereignissen eine erhöhte Bedeutung! Bereits geringe Populationen sind unter diesen Bedingungen in der Lage  Schäden zu verursachen. Wird erst nach den Niederschlägen behandelt, so entwickeln sich die Maden weiter da kein kurativ wirksames Mittel zur Verfügung steht und der Befall schaukelt sich auf.
Die Abstände zwischen den Behandlungen müssen dadurch nur im Falle von sehr starkem Zuflug reduziert werden.

Das sind hauptsächlich heimische Essigfliegen und nur wenige Kirschessigfliegen….

Für alle Interessierten, hier eine interessante Studie der INRA zum Zusammenhang Kirschessigfliege und normaler Essigfliege im Weinbau: „Invasive Drosophila suzukii faciliates Drosophila melanogaster infestation and sour rot outbreaks in the vineyard“

Kurzgefasst:

Die KEF Eiablagen mit anschließender Besiedlung durch die heimische Essigfliege verstärken die Essigproblematik.

Wie erkenne die Kirschessigfliege?

Eigentlich eine einfache Sache- die zwei Flügelpunkte der Männchen wären leicht erkennbar. Und wo ein Männchen ist, ist in der Regel auch ein Weibchen der Kirschessigfliege. Leider fliegen die Insekten bei der leichtesten Berührung auf und sind verschwunden.  Die Suche beginnt von neuem… Hier eine kleine Hilfestellung:

combi-protec Identify KEFKEF MännchenEin Hilfsmittel zur Identifizierung kann hier ein großer durchsichtiger Gefrierbeutel sein, welcher mit einem Teelöffel Speiseöl auf der Innenseite benetzt wird und z. B. über eine von Essigfliegen besetzte Traube gestülpt wird. Die auffliegenden Essigfliegen bleiben am Ölfilm haften und im Anschluß kann eine einfache Kontrolle auf die Flügelpunkte erfolgen.

Wie erkenne ich Eier der Kirschessigfliege?

Wesentlich schwieriger als die Fliegen, lassen sich die Eier der KEF identifizieren. Mit einer Lupe (mind. 10 fache Vergrößerung) können Eier der Kirschessigfliege identifiziert werden. Die weißen Atemfäden (2 – 4 Stück) ragen aus der Frucht heraus oder haften an den Rändern der Öffnung an. Zum Teil sind Eier sehr tief in die Frucht abgelegt und die Fäden schauen nur ein kleines Stück aus der Frucht heraus. An den Trauben findet sich – je nach Wasserversorgung der Rebe – ein kleiner Fruchttropfen an der Eiablagestelle, welcher später eintrocknet.

Kontrollieren sie vor allem an windgeschützten Plätzen (also nicht windexponierte Randlagen!). Die Quetschprobe bringt bei den Trauben nicht immer ein korrektes Ergebnis.

Geplatzte und verletzte Beeren

Eiablage KEF Auch unreife und verletzte Beeren wurden so schon belegt, bevor eine Eiablage in der Fruchthaut möglich war. In der Folge kommt es auch zu Eiablagen der normalen Fruchtfliege Drosophila melanogaster. Zur Unterscheidung eignen sich sehr gut die breiter ausgeformten Atemfäden der Eier.

 

 

Kirschessigfliege in Kelter- und Tafeltrauben

Kirschessigfliege in Kelter- und Tafeltrauben

Anfällige Frühsorten wie Regent und Acolon färben gerade erst um. Umso ertaunlicher ist, dass im Käfigversuch bereits auf diesen blauen Beeren bereits Eiablagen möglich sind! Kontrollieren Sie daher ihre bekannt anfälligen Anlagen auf KEF Beflug, vor allem in Wald- und Böschungsnähe. Kontrollieren Sie an mehreren Stellen der Anlage, der Befall kann sehr plötzlich und sehr lokal auftreten. Wichtig: beobachten Sie den Flug der Kirschessigfliege in den Morgenstunden bis 10 Uhr. Hier zeigt die Fliege die größte Aktivität.

Für alle interessierten, hier eine interessante Studie zum Zusammenhang Kirschessigfliege und normaler Essigfliege im Weinbau: “Invasive Drosophila suzukii faciliates Drosophila melanogaster infestation and sour rot outbreaks in the vineyard”

“Rainfast characteristics of insecticides on fruit” Dr. Wise, Michigan State University

In einer Regenkammer wurden verschiedenste Insektizide auf verschiedenen Kulturen (Früchte und Blätter) hinsichtlich Abwaschverluste untersucht. Neben den verbleibenden Rückstanden,wurde auch die biologische Wirksamkeit bewertet und entspechende Empfehlungen je nach Alter des Spritzbelages gegeben. Die uns zur Verfügung stehenden Wirkstoffgruppen habe ich unten aufgeführt. Interessant ist, dass alle Wirkstoffe ein sehr ähnliches Verhalten zeigen und kein deutlicher Unterschied z. B. zwischen Spintor und Exirel vorliegt. Da die Produkte in die oberste Blattschicht eindringen, wird bis 25 Liter Niederschlag eine hohe Regenfestigkeit nach Analyse der Rückstände festgestellt. Schaut man sich in der zweiten Tabelle die Empfehlung unter Berücksichtigung der Wirksamkeit an, so wird bereits bei einem ein Tag alten Spritzbelag und 12 L Niederschalg eine Wiederholungsbehandlung bei Spinosad empfohlen. Ein Ergebnis, welches aus der Praxis schon bekannt war.

Rainfastness rating chart: General characteristics for insecticide chemical classes
Insecticide class Rainfastness ≤ 0.5 inch/ 12,5 mm Rainfastness ≤ 1.0 inch/ 25 mm Rainfastness ≤ 2.0 inches/ 50 mm
Fruit Leaves Fruit Leaves Fruit Leaves
Pyrethroids (z. B. Karate Zeon) Moderate/High Moderate/High Moderate Moderate Low Low
Neonicotinoids (z. B. Mospilan) Moderate, Systemic High, Systemic Low, Systemic Low, Systemic Low, Systemic Low, Systemic
Spinosyns (z. B. Spintor) High High High Moderate Moderate Low
Diamides (z. B. Exirel) High High High Moderate Moderate Low

Highly rainfast = ≤ 30% residue wash-off
Moderately rainfast = ≤ 50% residue wash-off
Low rainfast = ≤ 70% residue wash-off
Systemic = Systemic residues remain within plant tissue

Blueberry insecticide precipitation wash-off re-application decision chart – spotted wing Drosophila. Expected spotted wing Drosophila control in blueberries, based on each compound’s inherent toxicity to SWD, maximum residual and wash-off potential from rainfall.
Insecticides Rainfall = 0.5 inch /12,5 mm Rainfall = 1.0 inch/ 25 mm Rainfall = 2.0 inches/ 50 mm
*1 day *7 days *1 day *7 days *1 day *7 days
Mustang Max/  Pyrethroid Sufficient insecticide residue Insufficient insecticide residue Sufficient insecticide residue Insufficient insecticide residue Insufficient insecticide residue Insufficient insecticide residue
Delegate/ Spinetoram Insufficient insecticide residue Insufficient insecticide residue Insufficient insecticide residue Insufficient insecticide residue Insufficient insecticide residue Insufficient insecticide residue
Assail / Acetamiprid Insufficient insecticide residue Insufficient insecticide residue Insufficient insecticide residue Insufficient insecticide residue Insufficient insecticide residue Insufficient insecticide residue

* Number of days after insecticide application that the precipitation event occurred.
Insufficient insecticide residue = Insufficient insecticide residue remains to provide significant activity on the target pest, and thus an immediate re-application is recommended.
Sufficient insecticide residue = Sufficient insecticide residue remaining to provide significant activity on the target pest, although residual activity may be reduced.

 

Wie erkenne die Kirschessigfliege?

Eigentlich eine einfache Sache- die zwei Flügelpunkte der Männchen wären leicht erkennbar. Und wo ein Männchen ist, ist in der Regel auch ein Weibchen der Kirschessigfliege. Leider fliegen die Insekten bei der leichtesten Berührung auf und sind verschwunden.  Die Suche beginnt von neuem… Hier eine kleine Hilfestellung:

combi-protec Identify KEFKEF MännchenEin Hilfsmittel zur Identifizierung kann hier ein großer durchsichtiger Gefrierbeutel sein, welcher mit einem Teelöffel Speiseöl auf der Innenseite benetzt wird und z. B. über eine von Essigfliegen besetzte Traube gestülpt wird. Die auffliegenden Essigfliegen bleiben am Ölfilm haften und im Anschluß kann eine einfache Kontrolle auf die Flügelpunkte erfolgen.

Wie erkenne ich Eier der Kirschessigfliege?

Wesentlich schwieriger als die Fliegen, lassen sich die Eier der KEF identifizieren. Mit einer Lupe (mind. 10 fache Vergrößerung) können Eier der Kirschessigfliege identifiziert werden. Die weißen Atemfäden (2 – 4 Stück) ragen aus der Frucht heraus oder haften an den Rändern der Öffnung an. Zum Teil sind Eier sehr tief in die Frucht abgelegt und die Fäden schauen nur ein kleines Stück aus der Frucht heraus. An den Trauben findet sich – je nach Wasserversorgung der Rebe – ein kleiner Fruchttropfen an der Eiablagestelle, welcher später eintrocknet.

Kontrollieren sie vor allem an windgeschützten Plätzen (also nicht windexponierte Randlagen!). Die Quetschprobe bringt bei den Trauben nicht immer ein korrektes Ergebnis.

Geplatzte und verletzte Beeren

Eiablage KEF In einer Versuchsanlage Acolon sind cirka 2% der Beeren durch Wachstumsrisse beschädigt. Trotz der sehr trockenen Witterung treten diese auf und sind zu fast 80% mit Eiern der Kirschessigfliege belegt. Auch unreife und verletzte Beeren wurden so schon belegt, bevor eine Eiablage in der Fruchthaut möglich war. In der Folge kommt es auch zu Eiablagen der normalen Fruchtfliege Drosophila melanogaster. Zur Unterscheidung eignen sich sehr gut die breiter ausgeformten Atemfäden der Eier.

Kleine, unterentwickelte Beeren

Acolon unterentwickelte Beeren mit Eiablage KEF

Acolon, unterentwickelte Beeren mit Eiablage der KEF

Auch hier findet man Eiablage und bereits saftende Früchte. Hierdurch werden Kirschessigfliegen aus der Umgebung angelockt und  der gärende Traubensaft bietet eine gute Futter- und Flüssigkeitsgrundlage für die Fliegen.

 

 

combi-protec Genehmigung als Zusatzstoff im Obst- und Weinbau

Zusatzstoff nach §42 Pflanzenschutzgesetz zur Herstellung von Köder- Insektizidmischungen

Das Kombinationsverfahren gegen die Kirschessigfliege und Fruchtfliegenarten im Obst- und Weinbau

es freut uns mitteilen zu können, dass combi-protec generell als Zusatzstoff nach § 42 Pflanzenschutzgesetz, in Verbindung mit Artikel 81 Abs. 3 der Verordnung (EG) Nr. 1107/2009, bis zum 18. April 2023 in Deutschland genehmigt wurde. Über dies hinaus wurden nun alle speziell beantragten Mischungspartner seitens der Zulassungsbehörde als empfohlene Tankmischungen positiv beschieden.

combi-protec darf somit in Mischung mit allen Insektiziden, auch mit als B1 eingestuften Insektiziden, empfohlen und ausgebracht werden. Die von der Zulassungsbehörde festgesetzten Anwendungsgebiete (Kultur, Schadorganismus, Verwendungszweck), Kennzeichnungsauflagen und Anwendungsbestimmungen für den jeweiligen Pflanzenschutz- Mischungspartner, insbesondere hinsichtlich des Bienenschutzes, sind auch in der Tankmischung mit combi-protec einzuhalten.

Neben der generellen Genehmigung als Zusatzstoff (LZ 007570- 00), wurden auf Antrag folgende Tankmischungen durch die Zulassungsbehörde bewilligt (LZ 007570- 00/01 bis 05):

Kultur Indikation Insektizidmenge
je Hektar   
Aufwandmenge
je Hektar
Wassermenge
je Hektar
Süßkirsche, Sauerkirsche Kirschfruchtfliege 25 g Mospilan® SG 1,0 l combi-protec 20 Liter
Walnuss
Walnussfruchtfliege 25 g Mospilan® SG 1,0 l combi-protec 20 Liter
Himbeere, Brombeere, Johannisbeere
(rot, schwarz, weiß), Stachelbeere, Heidelbeere
(Freiland u. Gewächshaus)
Schwarzer Holunder (Freiland)
Kirschessigfliege 8 ml Spintor® SC 2,0 l combi-protec 40 Liter
Johannisbeerartiges Beerenobst
(Gewächshaus)
saugende und
beißende Insekten
10 ml Calypso® SC 1,0 l combi-protec 20 Liter
Weinbau (Tafel- und Keltertrauben) Drosophila- Arten 25 g Mospilan® SG 1,0 l combi-protec 20 Liter
Weinbau (Tafel- und Keltertrauben) Drosophila- Arten 5 ml Spintor® SC 1,0 l combi-protec 20 Liter
Weinbau (Tafel- und Keltertrauben) Gemeiner Ohrwurm 5 ml Spintor® SC 1,0 l combi-protec 20 Liter

Das Kombinationsverfahren mit combi-protec stellt ein äußerst effizientes, mittlerweile durch Versuche an verschiedenen Landesanstalten belegtes, kostengünstiges Verfahren mit optimalem Rückstands- und Umweltverhalten zur Bekämpfung der Kirschessigfliege und mehreren Fruchtfliegenarten dar. Die verschiedenen Insektizid- Kombinationen mit combi-protec können durch die nun umfassende Genehmigung auch auf andere Kulturen angewandt und empfohlen werden. Durch die neue Preisstruktur und die minimalen Ausbringungskosten stellt combi-protec im Kombinationsverfahren das kostengünstige Verfahren, ohne gravierenden Einfluss auf die Raubmilbenpopulation dar. Behandlungen während der Ernte sind aufgrund der minimalen eingesetzten Wirkstoffmengen unproblematisch. Die analysierten Rückstände lagen in verschiedenen behandelten Kulturen bereits am Tag der Anwendung bei maximal 10% der Rückstandshöchstmenge. So können auch die vorgegebenen kurzen Wartezeiten der Mischungspartner, ohne hohe Auslastung der Höchstmengengehalte, hinsichtlich der Vorgaben des Lebensmitteleinzelhandels genutzt werden.

combi-protec  ist als Betriebsmittel für den ökologischen Landbau in der Fibl Liste registriert und kann daher im ökologischen Landbau mit entsprechenden Insektiziden eingesetzt werden.

Bitte beachten Sie die Hinweise in der Gebrauchsanleitung/ Produktbeschreibung. Detaillierte Anwendungshinweise und weitere Anwendungsempfehlungen mit anderen Mischungspartnern im Kombinations- bzw. Köderverfahren unter www.combi-protec.com

Weinbau – Die Kirschessigfliege

combi-protec in Tankmischung mit dem Insektizid SpinTor® gegen Kirschessigfliege in Kelter- und Tafeltrauben im Freiland

Versuchsergebnisse aus dem Jahr 2016

Nach dem regnerischen Frühsommer 2016 startete der Weinbau mit einem vergleichbar hohem Besatz der Kirschessigfliege. Relevanter Befall und Schäden zeigten sich aufgrund der mehr als ungünstigen Witterung im August und September, jedoch nur in Randlagen und kleinklimatisch schwierigeren Gebieten. Unter diesen Bedingungen aussagekräftige Wirkungsversuche durchzuführen ist umso erfreulicher. In einem Versuch an der Staatlichen Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau in Weinsberg, konnte ein Strategievergleich zwischen dem Kombinationsverfahren mit combi-protec + Spintor 5 ml (4x) und der empfohlenen Bekämpfungsstrategie mit Sprühanwendungen von Spintor 160 ml (2x) und Karate Zeon 37,5 ml (1x) in der Sorte Acolon angelegt und ausgewertet werden. Die unbehandelte Kontrolle befand sich hierbei zwischen den behandelten Varianten, was sich auch beim Befallsdruck in der Kontrollparzelle bemerkbar macht. Zur Ernte sind ca. 16% der Beeren mit Eiablagen, was ungefähr 14 Beeren je Traube entspricht (bei ca 90 Beeren je Traube). Ausgewertet wurden sowohl Befallshäufigkeit (befallene Beeren) als auch Befallsstärke (Anzahl Eiablagen) an mehreren Terminen, spätestens sechs Tage nach einer Anwendung.   Es zeigt sich ein signifikanter Unterschied zwischen den behandelten Parzellen und der unbehandelten Kontrolle.

Mit dem Kombinationsverfahren konnte im Versuch ein gleichwertiges Ergebnis wie mit den Sprühanwendungen Spintor und Karate Zeon erzielt werden.

männliche Kirschessigfliege an Saftaustritt mit Larve

Kirschessigfliege in Kelter- und Tafeltrauben

KEF Männchen im Weinbau

Die Hitzeperiode der letzten Tage lässt eigentlich eine sehr verhaltene Aktivität der Kirschessigfliege vermuten. Um so erstaunlicher sind die aktuellen Befallsraten in den Frühsorten wie Acolon, Regent und Cabernet Dorsa. Innerhalb weniger Tage sind, mit fortschreitender Reifeentwicklung, zum Teil massive Eibelegungen feststellbar. Sehen Sie auch unter www.vitimeteo.de die aktuellen Ergebnisse des WBI  Monitorings.

Unsere Empfehlung: Kontrollieren Sie unbedingt Ihre anfälligen Anlagen! Besonders gefährdet sind hierbei Anlagen in Wald- und Böschungsnähe. Kontrollieren Sie an mehreren Stellen der Anlage, der Befall kann sehr unterschiedlich und lokal sein. Auch bekannt feuchtere Anlagen sind eher gefährdet. Wichtig: beobachten Sie den Flug der Kirschessigfliege in den Morgenstunden bis 10 Uhr. Hier zeigt die Fliege die größte Aktivität.

Wie erkenne die Kirschessigfliege?

Eigentlich eine einfache Sache- die zwei Flügelpunkte der Männchen wären leicht erkennbar. Und wo ein Männchen ist, ist in der Regel auch ein Weibchen der Kirschessigfliege. Leider fliegen die Insekten bei der leichtesten Berührung auf und sind verschwunden.  Die Suche beginnt von neuem… Hier eine kleine Hilfestellung:

combi-protec Identify KEFKEF MännchenEin Hilfsmittel zur Identifizierung kann hier ein großer durchsichtiger Gefrierbeutel sein, welcher mit einem Teelöffel Speiseöl auf der Innenseite benetzt wird und z. B. über eine von Essigfliegen besetzte Traube gestülpt wird. Die auffliegenden Essigfliegen bleiben am Ölfilm haften und im Anschluß kann eine einfache Kontrolle auf die Flügelpunkte erfolgen.

Wie erkenne ich Eier der Kirschessigfliege?

Wesentlich schwieriger als die Fliegen, lassen sich die Eier der KEF identifizieren. Mit einer Lupe (mind. 10 fache Vergrößerung) können Eier der Kirschessigfliege identifiziert werden. Die weißen Atemfäden (2 – 4 Stück) ragen aus der Frucht heraus oder haften an den Rändern der Öffnung an. Zum Teil sind Eier sehr tief in die Frucht abgelegt und die Fäden schauen nur ein kleines Stück aus der Frucht heraus. An den Trauben findet sich – je nach Wasserversorgung der Rebe – ein kleiner Fruchttropfen an der Eiablagestelle, welcher später eintrocknet.

Kontrollieren sie vor allem an windgeschützten Plätzen (also nicht windexponierte Randlagen!). Die Quetschprobe bringt bei den Trauben nicht immer ein korrektes Ergebnis.

Geplatzte und verletzte Beeren

Eiablage KEF In einer Versuchsanlage Acolon sind cirka 2% der Beeren durch Wachstumsrisse beschädigt. Trotz der sehr trockenen Witterung treten diese auf und sind zu fast 80% mit Eiern der Kirschessigfliege belegt. Auch unreife und verletzte Beeren wurden so schon belegt, bevor eine Eiablage in der Fruchthaut möglich war. In der Folge kommt es auch zu Eiablagen der normalen Fruchtfliege Drosophila melanogaster. Zur Unterscheidung eignen sich sehr gut die breiter ausgeformten Atemfäden der Eier.

Kleine, unterentwickelte Beeren

Acolon unterentwickelte Beeren mit Eiablage KEF

Acolon, unterentwickelte Beeren mit Eiablage der KEF

Auch hier findet man Eiablage und bereits saftende Früchte. Hierdurch werden Kirschessigfliegen aus der Umgebung angelockt und  der gärende Traubensaft bietet eine gute Futter- und Flüssigkeitsgrundlage für die Fliegen.

 

Andere Wirtspflanzen

Derzeit findet man massive Eiablage auf Holunder. Achten Sie in der Umgebung von Hecken mit Holunderbüschen auf Befall. Auch wenn in den letzten Tagen viele Beeren vertrocknet sind, ist in den nächsten Tagen mit schwülwarmer Witterung und Gewitter, eine Weiterentwicklung in den Beeren möglich.

Bekämpfung

Starten Sie rechtzeitig die Maßnahmen zur Regulierung der Kirschessigfliege. Nicht zu früh, aber auch nicht zu spät, lautet die Devise. Leichter gesagt als getan! Wie die Eiablagen in den verletzten und geplatzten Beeren zeigen, sind bereits eine Vielzahl an Kirschessigfliegen in den Anlagen. Diese warten nur auf die richtige Witterung und den richtigen Reifezustand der Beerenhaut, bis eine Eiablage möglich ist. Verpasst man den ersten Bekämpfungstermin um wenige Tage, so gehen bereits viele Einzelbeeren in Gärung über. Die dafür relevanten Hefen werden mit der Eiablage durch die Kirschessigliege in die Beeren  übertragen.  Diese essigstichigen Beeren locken wiederum die Essigfliegen aus der Umgebung an und erschweren enorm die weitere Bekämpfung.

Eine frühzeitige Bekämpfung, mit noch geringen Populationsdichten, wird wie bei anderen Schaderregern auch, den größten und nachhaltigsten Bekämpfungserfolg erzielen.

Aktualisierung 2. September 2016

Erste KEF Puppen in Regent am 1. 9.16

Erste KEF Puppen in Regent am 1. 9.16

Bereits anfang September finden sich erste Puppen der Kirschessigfliege in befallenen Regent Anlagen. Auch die Befallsentwicklung schreitet trotz des vermeintlich ungünstigen Wetters beständig voran.

In der Versuchsanlage Acolon stieg der Anteil befallene Beeren auf 5 % an. Es ist bereits sechs Tage nach der Behandlung wieder deutlicher Beflug feststellbar. Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Fliegen die Anlagen nicht mehr zur Flüssigkeitsaufnahme verlassen, da bereits genügend saftende Trauben zur Versorgung beitragen.

 

KEF bei Flüssigkeitsaufnahme

KEF bei Flüssigkeitsaufnahme – Im Safttropfen eine Larve der Kirschessigfliege!

Foto: Linser

Foto: Linser