Walnussfruchtfliege 2020

Walnussfruchtfliege

Walnussfruchtfliege

Der Flug der Walnussfruchtfliege hat so früh wie noch nie in der ersten Juliwoche begonnen. Die Fänge auf den Gelbtafeln sind im südbadischen Raum noch sehr gering, dürften aber die nächsten Tage deutlich ansteigen. Im Berliner Raum konnten zeitgleich die ersten Fliegen identifiziert werden. Die Bodenfeuchte ist allgemein ausreichend für einen ungehinderten Schlupf in den nächsten Tagen.

Die erste Köderbehandlung wird vor Beginn der Eiablage, etwa eine Woche früher als in 2019, ab dem 15. Juli empfohlen. Anschlußbehandlungen nach jeweils 8 bis 10 Tagen durchführen. Die letzte Behandlung wird für die später reifenden Sorten um den 25. August, abhängig vom Flugverlauf der Walnussfruchtfliege empfohlen.

Mittelauswahl Köderverfahren mit 20l Spritzbrühe je Hektar (grobtropfig ausgebracht):
25 g Mospilan SG (WZ  28, max. 2x) + combi-protec 1l
25 ml Calypso (Restmengen, WZ 14, max 2x) + combi-protec 1l

Im Fall von Niederschlägen über 10 l/m² im Verlauf von zwei Tagen nach einer Behandlung, wird eine vorgezogene Anschlußbehandlung bereits nach 5 Tagen empfohlen.

Alternativ dazu oder im Wechsel: Sprühbehandlungen  in 10 bis maximal 14 tägigem Abstand, ab 20. Juli (1.8/ 10.8/ 20.8).

Mittelauswahl:

Mospilan SG 0,125 g (WZ  28, max 0,375kg/ha, max. 2x) und Restmengen Calypso 0,25l/ha (WZ 14, max 2x).

Wartezeit bei Mospilan SG mit 28 Tagen beachten! Die Früchte müssen für eine gute Wirkung im Sprühverfahren umfassend benetzt werden. Die Wirkung der Sprühbehandlung auf die adulten Fliegen ist im Gegensatz zum Köderverfahren nur als schwach einzustufen.

 

Stand 03. Juli 2020

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