COMBI-PROTEC

combi-protec® Köderkonzentrat

Zusatzstoff nach §42 Pflanzenschutzgesetz zur Herstellung von Köder- Insektizidmischungen

Zugelassen für die Anwendung im biologischen Landbau.

combi-protec ist mit zugelassenen Pflanzenschutzmitteln als Tankmischung einsetzbar. Die von der Zulassungsbehörde festgesetzten Anwendungsgebiete (Kultur, Schadorganismus, Verwendungszweck), Kennzeichnungsauflagen und Anwendungsbestimmungen für den jeweiligen Pflanzenschutz- Mischungspartner, insbesondere hinsichtlich des Bienenschutzes, sind auch in der Tankmischung mit combi-protec einzuhalten.

Was ist combi-protec ?

  • ist ein Fraßköder für verschiedene Schaderreger im Obst- und Weinbau.
  • combi-protec enthält natürliche Pflanzenproteine mit einem hohen Anteil an Aminosäuren, Polypeptiden, Mineralstoffen und Vitaminen.
  • ist insektizidfrei und wird in Tankmischung mit geeigneten Insektiziden ausgebracht
  • kann mit geringer Wassermenge auf einer Teilfläche der Kultur eingesetzt werden.
  • reduziert den Insektizidaufwand auf ein Minimum

Wie wirkt combi-protec ?

combi-protec Köderkonzentrat verbessert die Wirkstoffaufnahme von Insektiziden bei der Bekämpfung von Fruchtfliegen und Essigfliegen. combi-protec combi-protec wirkt ausschließlich in der Kombination mit einem Insektizid.

Grundsätzlich geeignet sind zum Beispiel Wirkstoffe wie:

  • Acetamiprid (Mospilan® SG)
  • Thiacloprid (Calypso®)
  • Spinosad (SpinTor®)
  • Cyantraniliprol (Exirel®)

Die Aufnahme von combi-protec erfolgt hauptsächlich durch Fraß und führt zu einer verstärkten Wirkung auf die Fliegen. Eine Eiablage von Frucht- und Essigfliegen wird kurz nach der Aufnahme bereits unterbunden. In der Kombination verlängert sich die Wirkungsdauer der Insektizide auf etwa 5 – 10 Tage. Damit neu in den Bestand einfliegende Kirschessigfliegen nicht zur Eiablage kommen, ist eine schnelle Wirkung des Spritzbelages auf die Insekten von Bedeutung. Hier liegen die Vorteile in einer Mischung des Insektizides mit einem Fraßköder wie combi-protec. Selbst bei gleicher Anwendungskonzentration und einem Bruchteil der üblicherweise ausgebrachten Insektizidmenge, ist eine wesentlich schnellere abtötende Wirkung feststellbar. Bereits sechs Stunden nachdem die Fliegen der als Köder eingesetzten Mischung aus Spintor 4 ml und combi-protec 1 l ausgesetzt waren, wurden fast 90% der Fliegen abgetötet.

combi-protec die Anwendung

combi-protec wird als Tankmischung mit verschiedenen Insektiziden empfohlen. 1,0 Liter combi-protec wird in 20 Liter Wasser gelöst. Dies ist die bewährte Wassermenge für einen Hektar. In sehr dichten Beerenbeständen ist auch die Anwendung von 40 Liter Brühemenge empfehlenswert. Warmes Wasser beschleunigt dabei den Mischprozess. In diese Füssigkeit wird das zugelassene Insektizid unter Beachtung der mittelspezifischen Auflagen zugegeben. Die benötigte Mittelmenge entspricht einer zwei bis fünffach konzentrierten Spritzbrühe, ähnlich wie bei der Feinsprühtechnik. Die Ausbringung des Köder- Insektizidgemisches erfolgt bevorzugt mittels einer geeigneten Spritz- bzw. Injektordüse, welche mittelgroße Tröpfchen erzeugt. Eine gleichmäßige Verteilung oder Benetzung der Pflanze ist nicht notwendig, unterstützt aber insbesondere bei der Kirschessigfliegenbekämpfung die Wirkung. Anwendungen mit Luftunterstützung ermöglichen eine gleichmäßige Verteilung im Baum sind aber nicht unbedingt erforderlich. Die Spritzbrühe sollte innerhalb 24 Stunden ausgebracht werden. Von einem Zusatz von Fungiziden oder Blattdüngern in der Köderbehandlung wird abgeraten.

combi-protec und der Bienenschutz

Die Köder-Insektizidmischung besitzt nach unserer Erfahrung keine Attraktivität für Bienen und ist somit in der Kombination mit einem für Bienen als ungefährlich eingestuften Insektizid ungefährlich in der Anwendung.

Versuche an der Bayrischen Landesanstalt für Wein- und Gartenbau Veitshöchheim aus dem Jahr 2015 zeigen keine negativen Auswirkungen auf Bienen durch die Anwendung der Mischung Spintor + combi-protec hinsichtlich Totenfall und Kontamination im Vergleich zu Kontrollvölkern. Gleichlautende Ergebnisse wurden an der Landsanstalt für Bienenkunde in Hohenheim erarbeitet. Speziell für die beantragte Anwendung mit dem als bienengefährlich eingestuften Produkt Spintor, wird es in 2016 im Rahmen eines Großversuches in Südbaden ein Bienenmonitoring zur Absicherung geben. Die Ergebnisse daraus werden in das Genehmigungsverfahren einfließen.

Mischungen mit für Bienen als gefährlich eingestuften Insektiziden behalten in ungeprüften Tankmischungen weiterhin ihre Einstufung als für Bienen gefährlich. Von Bienen beflogene Pflanzen dürfen dann auch in der Mischung nicht behandelt werden!

combi-protec ist Bio

und wurde in der Betriebsmittelliste für den ökologischen Landbau in Deutschland und Österreich aufgenommen. Die Kombination mit einem für den biologischen Landbau zugelassenen Insektizid wie z.B SpinTor® wäre auch für den Bio- Anbau geeignet. Beachten Sie hierzu die Vorgaben ihres Anbauverbandes. Im 2014 wurde beispielsweise der Einsatz von combi-protec + SpinTor® gegen die Kirschessigfliege von einigen Verbänden als alleiniges Bekämpfungsverfahren genehmigt.

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combi-protec wurde nach den Kriterien der FIBL in Deutschland für den Einsatz im Bio- Anbau freigegeben (Konformitaetserklaerung).